TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Entwicklung eines drahtlosen Feuchtigkeitssensors für Nahrungsmittellager

Bearbeiter(anonym, Login erforderlich)
BetreuerBjörn Gernert
ProfessorProf. Dr.-Ing. Lars Wolf
Projektpotatonet
IBR GruppeCM (Prof. Wolf)
ArtMasterarbeit, Projektarbeit
Statusoffen
Beginn

Einleitung und Motivation

Zwischen Ernte und Verkauf von Lebensmitteln findet oft eine Form der Lagerung statt. Dabei dient diese zur Aufbewahrung der Ernte über eine längere Zeitspanne bis diese anschließend an verschiedene Lebensmittelhändler ausgeliefert werden kann. Die Lagerung soll dabei möglichst schonend durchgeführt werden, um ein Verderben der Ernte zu vermeiden und möglichst viele Menschen mit Nahrung versorgen zu können. Nicht zuletzt spielen hierbei auch finanzielle Aspekte eine Rolle.

Speziell bei Kartoffeln gibt es hauptsächlich drei verschiedenen Lagerarten, die Schüttlagerung, Lagerung in Kisten oder als Kartoffel-Miete. Im industriellen Umfang werden die ersten beiden Varianten verwendet. Nachdem die Kartoffeln im Lager eingetroffen sind, müssen diese zunächst von der Feuchtigkeit des Ackerbodens befreit werden. Dies wird erreicht, indem Luft von unten nach oben durch das Lager geblasen wird. Die Trocknung der Oberfläche ist wichtig, um Keimbildung zu vermeiden. Wird allerdings zu lange Luft eingeblasen, so wird nicht nur die Feuchtigkeit von der Oberfläche der Kartoffel, sondern auch von der Knolle selber abtransportiert. Dies äußerst sich zum einen in einem veränderten Verhalten des Produkts Kartoffel (Aussehen/Geschmack) und zum anderen in einem Gewichtsverlust der Kartoffeln, was wiederum zu einem Profitverlust führt.



Abbildung 1: Sensorknoten im Kartoffelhaufen

Um den Zeitpunkt der Trocknung besser bestimmen zu können und um die Belüftung besser regulieren zu können wäre es wünschenswert Feuchtigkeitswerte, aus beispielsweise einer Schüttlagerung, zu erhalten. Hierfür sollen Sensoren entwickelt werden, die beispielsweise in die Schüttlagerung selber mit eingebracht werden und drahtlos nach außen die gemessenen Werte kommunizieren (vgl. Abb. 1). Die Arbeit umfasst somit die folgenden Aufgabenpunkte:

  • Ermittlung eines geeigneten Verfahrens zur Messung der Oberflächenfeuchte
  • Übermittlung der Werte mittels eines 433Mhz-Radios an einen Empfänger
  • Entwicklung eines entsprechenden Prototyps in Hard- und Software


aktualisiert am 30.01.2017, 14:08 von Björn Gernert
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